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17.2.2007: Der Frühling hat bereits in den Rieselfeldern vorbeigeschaut!

 

Verdient die Bezeichnung Frühblüher dieses Jahr ganz besonders: Die Gewöhnliche Pestwurz. Foto: Albrecht

Im nassen Randbereich der Niederheide (Ecke Toppmannsweg) blüht schon die Pestwurz! Aus ihrem knolligen unterirdischen Wurzelstock schiebt die Rote oder Gewöhnliche Pestwurz (Petasites hybridus) zunächst die Blütenstände mit den roten oder rosafarbenen Blütenköpfchen. Erst später kommen die Blätter nach, die fast einen Meter Durchmesser erreichen können (und prima Regenhüte für Zwerge abgeben!). Die Pflanze ist zwar als ausgesprochener Frühblüher bekannt. Dass sie wie in diesem Jahr aber schon in der ersten Februarhälfte aufblüht, ist sehr außergewöhnlich. Der Name rührt übrigens aus dem Mittelalter, als man glaubte, der unangenehme Geruch ihrer ätherischen Öle könne die Pest austreiben. Tatsächlich ist sie noch heute eine Arzneipflanze.

 

 

Gäste auf dem Durchzug: Die ersten Kiebitze. Foto: Albrecht

Die ersten Kiebitze sind da!

Zu zwei Kiebitzen in der Nordosterweiterung, die fast schon heimisch wirkten, gesellte sich heute ein Schwarm von 30 weiteren Durchzüglern. Erste Balzflüge und Loopings waren zu sehen, und das rauhe "kiewitt" durchdrang die Frühlingsluft.

 

 

 

 

 

 

 

Zum Vergleich nebeneinander: Grau- und Silberreiher. Foto: Walter



Und zwei ganz besondere Gäste sind immer noch im Gebiet: Zwei Silberreiher, seit dem Jahr 2000 ein sehr spärlicher und nur kurzzeitiger Gast, halten sich nun schon zwei Wochen in den Rieselfeldern auf. Sie sind nicht sehr scheu und gut kenntlich: Groß und langhalsig wie ein Graureiher, aber ganz weiß mit gelbem Schnabel. Also kein Albino des Graureihers, sondern eine eigen- ständige Art, die ursprünglich nur in Südosteuropa brütete, sich aber in den letzten Jahren gut vermehrt und deutlich ausgebreitet hat. Die nächsten Kolonien liegen jetzt bereits in den Niederlanden. Silberreiher leben bevorzugt in großen ungestörten Schilfgebieten und brüten dort einzeln oder in Kolonien - ob die Rieselfelder auf Dauer für diese Art ausreichen? Man darf gespannt sein!

 

Außerdem interessant: Die verschiedenen Entenarten mit ihren auffällig und unterschiedlich gefärbten Männchen im Brutkleid: Eine gute Zeit, die diversen Arten kennenzulernen! Heute im Gebiet: Reiher-, Tafel-, Krick-, Schnatter- und Stockenten. Bleiben Sie dran - die Zusammensetzung kann sich täglich ändern!

   
 
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