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1.5.2007: Zugzeit, Brutzeit und viel Betrieb in den Rieselfeldern!

"Bird-Race für alle"

Ein Teil der Bird-Racer inspiziert die neue Blänke der Reiherbach- Renaturierung.
Foto: Albrecht

1. Mai, schönstes Wetter – und jede Menge Besucher in den Rieselfeldern! Neben vielen Radlern, Spaziergängern und Naturfreunden auch eine Exkursion des NABU Bielefeld: Dirk Wegener bot im Rahmen des NABU-Programms die Exkursion „Bird-Race für alle“ an den vier schönsten Biotopen in Bielefeld an, die letzte Station am Nachmittag waren die Rieselfelder Windel.

 

Die Rieselfeld-Bilanz: 55 Vogelarten konnten beim gut dreistündigen Rundgang beobachtet oder gehört werden. Und zählt man die Schleiereule mit ihren Küken im Nistkasten in der Biostation hinzu (die allerdings – nicht ganz regelgemäß – nur über eine Livekamera am Bildschirm beobachtet werden können), waren es sogar 56 Arten.

 

Sehr schön zu beobachten waren u.a.:

Ein Blick durchs Fernrohr: Bruchwasserläufer an der neuen Blänke. Foto: Albrecht

- der „Kampf“ eines Zwergtauchers mit einem sperrigen Stichling, der sich durch Abspreizen seiner Stacheln vor dem Verschlingen retten wollte,

- unter den Watvögeln mind. 4 Grünschenkel und an die 20 Bruchwasserläufer, die mit ihren langen Beinen und Schnäbeln im Flachwasser Futter suchten,

- ein Pärchen des Flussregenpfeifers an der fast ausgetrockneten neuen Blänke vor der Reiherbachdüne, das leider wegen häufiger Störungen durch Hunde noch nicht zur Brut schreiten konnte (der neue Zaun schafft hier hoffentlich Ruhe!),

- viele Braunkehlchen, die auf den Zaunpfählen und –drähten Ausschau nach Beute hielten,

- ein Steinschmätzer, der wie die Braunkehlchen Rast auf seinem Heimzug machte,

- Futter suchende Wacholderdrosseln, die in den Eichen an der Biostation ihre Brut aufziehen,

- die ersten Mauersegler, die sich unter die Rauch- und Mehlschwalben mischten,

- und alle vier Grasmückenarten, die aus ihrem Winterquartier wieder heimgekehrt sind (Mönchs-, Dorn, Garten- und Klappergrasmücke).

Der erste Nachwuchs ist schon da!

Junge Kiebitze sind Nestflüchter und suchen ihre Nahrung sofort selbst.
Foto: Walter

Auch die ersten Vogelküken genossen das warme und trockene, sommerliche Wetter: Haubentaucher, Blässhühner, Stockenten und Kiebitze führten ihre Dunenjungen.

 

Besonders bequem haben es die jungen Haubentaucher: Auf dem Rücken im warmen Gefieder eines Elternvogels lassen sie sich übers Wasser schippern, während der andere nach Fischfutter taucht. Gleichwohl können die Jungen schon vom ersten Lebenstag an selbst schwimmen und bei Gefahr auch tauchen. Am großen Teich von der Niederheide aus ist das junge Familienglück leicht zu beobachten!

 

Jetzt ist es besonders wichtig, im Gebiet die Wege nicht zu verlassen (das gilt auch für Hunde), um den Bruterfolg nicht zu gefährden! Die Besucher der Rieselfelder werden um Verständnis und Rücksichtnahme gebeten!

"Schleiereulenkino" im Infozentrum

Kein Pinguin: Kleine Schleiereule im Dunenkleid.
Foto: Albrecht

Die Dunenjungen der „Stationseule“ sind schon recht kräftig. Die 6 Eier waren bis Mitte April ausgebrütet worden, und seither profitieren die Jungen von dem guten Mäuseangebot in diesem Jahr und wachsen prächtig heran. Sie sind noch in wollig-weiße Dunen gehüllt, aber bereits sehr rege und interessiert, z.B. an den Fliegen, die durch den Nistkasten brummen. Um sich gegenseitig zu wärmen, kuscheln sie sich meist eng aneinander und sind dann kaum zu unterscheiden. Die Nestlingszeit der Schleiereulen dauert ungefähr 2 Monate – über die eingebauten Infrarotkameras wird man ihre Entwicklung also noch einige Wochen lang gut verfolgen können.

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