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Tagebuch

3.6.2007: Halbzeit beim Brutgeschäft

Flussregenpfeifer. STELZERfoto

Einem extrem nassen Mai folgen jetzt wieder schöne und warme Tage! Das Brutgeschäft ist teilweise schon weit fortgeschritten, und es wird schon wieder etwas stiller in den Rieselfeldern.

 

Die Kiebitze haben ihre Jungen großgezogen und größtenteils das Gebiet schon verlassen. Sie sammeln sich jetzt zu größeren Trupps und starten zum sog. „Zwischenzug“, d.h. die Nichtbrüter und die Paare ohne Bruterfolg verlassen das Brutgebiet wieder.

 

Sehr aktiv balzen dagegen noch die Flussregenpfeifer an der neuen Blänke neben der Reiherbach- Renaturierung, östlich der Furt. Es sind zwei Paare, die dort mit fledermausartigem Flug ihre Runden drehen und mit angenehm klangvollen „triüh-triüh-triüh“-Gesang auf sich aufmerksam machen. Leider hat sich noch kein Bruterfolg eingestellt. Fast vier Wochen Ruhe braucht „Fluppi“, um das Gelege in seinem Bodennest auszubrüten – eine lange und gefährliche Zeit angesichts der vielen Störungen durch Hunde, Katzen und Menschen. Daher nochmals an alle Besucher die herzliche Bitte, die Wege nicht zu verlassen und Tiere an der Leine zu halten!

 

Haubentaucher im Brutkleid.
STELZERfoto

Auf den Wasserflächen kann man dagegen etliche Kindergärten z.B. von der Niederheide aus belauschen, ohne sie zu stören: Einige Bläss- und Teichrallen führen bereits ihre Jungen und füttern sie mit Grünzeug und kleinen Insekten. Das Haubentaucherpärchen auf dem großen Teich hat zwei schon recht große Jungvögel, die jetzt nicht mehr auf dem Rücken der Eltern „Dampfer fahren“ dürfen, sondern selbst schwimmen müssen. Sie unterscheiden sich durch ihre schwarz-weiß-Streifung noch deutlich von den Eltern.

 

Auf den Teichen sammeln sich die ersten Stockerpel, um mit der Mauser zu beginnen: Sie werden scheckig, legen nach und nach ihr buntes Balzgefieder ab und nehmen über den Sommer eine Weibchen-ähnliche Färbung an. Die Weibchen wiederum sind noch mit der Führung ihres Nachwuchses beschäftigt, der in allen Alterstufen beobachtet werden kann – von flaumigen Dunenküken bis zu fast ausgewachsenen Jungvögeln, die sich kaum mehr von der Mutter unterscheiden.

 

Die Mehrzahl der Reiherenten brütet noch, daher sieht man derzeit meist die schwarz-weißen Erpel, die sich ebenfalls nicht um den Nachwuchs kümmern. Außerdem sind Krick-, Schnatter- und Tafelenten zu Gast, die noch schön ausgefärbt und daher gut bestimmbar sind.

 

Dunenjunges der Schleiereule.
Foto: Albrecht

Die Schleiereulen haben ihre 6 Jungen alle durchgebracht – sie sind schon so groß wie die Eltern und verlieren bald ihre letzten Flaumfedern. Jetzt ist es recht eng im Nistkasten, den sie wohl in Kürze verlassen werden. Dann können auch die Gewölle abgesammelt werden, um sie bei einem Jugend-forscht-Projekt zu untersuchen. Anhand der darin enthaltenen Knochen und Schädel sollen Aussagen über die Kleinsäugerfauna der Rieselfelder getroffen werden. Darüber später mehr!

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