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Tagebuch

23.9.2007: Herbstanfang

Bunte Herbstfarben: Die Hecken entlang des Rundweges

Ein strahlender Sonntag, ein Herbstanfang wie im Bilderbuch, der viele Spaziergänger und Radler in die Rieselfelder gelockt hat. Dort waren zwar nur wenige Vögel zu sehen, aber dafür entschädigten die ersten herbstlichen Farben der Heckenfrüchte entlang des Rundweges. Diese sind eine bedeutende Nahrungsquelle, nicht nur für Kleinsäuger und die jetzt durchziehenden Singvögel, sondern auch für die bei uns überwinternden Vogelarten.




Hübsch, aber giftig: Die Früchte des Pfaffenhütchens

Kennen Sie die bunten Früchte, die jetzt die durchziehenden Drosseln und Grasmücken in die Büsche locken? Schwarzblau schimmern die Schlehen und Holunderbeeren, und in knalligen Rottönen leuchten die Hagebutten der Heckenrose, die Pfaffenhütchen und die Fruchtstände des Weißdorns und des Schneeballs. Die meisten Haselnüsse haben schon die Eichhörnchen, Mäuse und Eichelhäher stibitzt, aber die diesjährige Überfülle der Eicheln wird noch lange als Vorrat dienen.


 

Für Vögel erst im Winter interessant: Früchte des Schneeballs

Auch der Kleinvogelzug kündet vom nahenden Herbst. Doch nur wer ihre Flugrufe kennt, wird auf die überfliegenden Hänflinge, Buch- und Bergfinken, Zeisige, Feldlerchen, Baum- und Wiesenpieper, Bach- und Schafstelzen aufmerksam, die jetzt nach Süden unterwegs sind. Mit etwas Glück kann man aber rastende Steinschmätzer und Braunkehlchen beobachten, die gerne auf den Weidepfählen Ausschau nach Insekten halten. Die gelben Schafstelzen tummeln sich gerne zwischen den Weidetieren und fangen die dort aufgescheuchten Insekten.

 

 

Vögel sind wichtige Verbreiter für die Samen der Weißdornfüchte

Nur wenige Watvögel machen derzeit Station in den Rieselfeldern; bei den guten Zugbedingungen bleiben sie nicht lange und ziehen bereits in der nächsten Nacht weiter, so dass die Gäste täglich wechseln. Bekassinen, Flussuferläufer, Wald- und Bruchwasserläufer sieht aber nur, wer durchs Spektiv schaut. Sie suchen bevorzugt im Flachwasser, am Ufer und auf Schlammbänken nach Futter.

 

Ganz ohne Fernglas sind dagegen die großen Vogelarten zu sehen. Doch wer mehr als die regelmäßig anzutreffenden Graureiher und Höckerschwäne erwischen möchte, muss etwas Glück mitbringen: So rasteten Ende Juli zwei Störche, und Mitte August war nach langer Pause wieder ein Silberreiher zu Besuch. Auch durchziehende Fischadler schauten im August nach, ob die Fische im großen Schönungsteich an der Niederheide noch schmecken. Inzwischen dürften diese eindrucksvollen Greife bereits in Afrika sein.

 

Rote Signalfarbe: Auch die Samen der Hagebutten sind eine beliebte Vogelnahrung

Die letzten Jungvögel der Saison kann man entlang der Niederheide auf den Teichen beobachten. Dort führen sowohl Hauben- als auch Zwergtaucher ihre noch unausgefärbten Jungen, die durch laute Bettelrufe auf sich aufmerksam machen. Während die Haubentaucher meist in der Gewässermitte schwimmen, drücken sich die Zwergtaucher oftmals in Ufernähe und fordern etwas mehr Geduld vom Beobachter. Die jungen Teich- und Blässrallen sind dagegen schon selbstständig.

 

Es lohnt sich übrigens, die Enten auf den Teichen genauer durchzumustern. Neben den vielen Stockenten, bei denen die Männchen langsam wieder ihr Prachtkleid anlegen, sind gelegentlich auch Krick-, Tafel- und natürlich Reiherenten zu entdecken. Bei einigen Exemplaren ist die Bestimmung allerdings etwas knifflig, weil sie noch in der Umfärbung sind.

 

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