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31.3.2008: Märzrückblick: Frühlingseinzug in den Rieselfeldern

Auffälliger Schnabel und prächtig buntes Gefieder: Löffelerpel im Hochzeitskleid. Brodowski-Fotografie. Link zur Fotogalerie bei www.brodowski-fotografie.de durch Klick aufs Foto.

Überwiegend feucht-kühl, aber dennoch Frühling: In den letzten Märzwochen haben einige „hart gesottene“ Vogelarten mit intensiver Balz und Brutbeginn das Frühjahr begrüßt, und die ersten Zugvögel haben auf ihrem Weg in die Brutheimat die Rieselfelder besucht.

 

Traditionell früh brüten viele Entenarten: Auffällig ist jetzt der „Männchenüberschuss“ bei den Stockenten. Die Erpel kümmern sich nicht um die Brut und sind daher auf den Wasser- und Uferflächen sehr präsent, während die meisten weiblichen Enten jetzt versteckt auf dem Gelege brüten. Löffel-, Krick- und Schnatterenten balzen zwar ebenfalls, doch werden die meisten Paare vermutlich zum Brüten noch weiterziehen. Auch die Reiherenten sind noch nicht so weit: In kleinen Trupps sind sowohl Erpel als auch Enten noch gut auf den Teichen und bei ihren Tauchgängen zu beobachten.

 

 

Haubentaucher im Prachtkleid. Foto: A. Schäfferling

Dagegen sitzen die Haubentaucher fest auf den Eiern, und auch einige Blessrallen thronen bereits auf ihren - in der noch kaum ergrünten Vegetation oftmals gut sichtbaren - Nestern in Ufernähe.

 

Regelmäßig sind auch wieder Silberreiher im Gebiet zu beobachten, am 17.3. sogar vier Stück. Und in der zweiten Märzhälfte erschien auch die Rohrweihe – ob sie dieses Jahr endlich mal wieder zur Brut schreiten möchte?

 

Der weiße Stern kennzeichnet die mitteleuropäische Unterart des Blaukehlchens. Brodowski-Fotografie. Link zum Artikel bei www.brodowski-fotografie.de durch Klick aufs Foto.

Als besonders hübschen Gast beobachtete Andreas Bader am 27.3. ein weißsterniges Blaukehlchen vom Aussichtsturm an der Biostation. Auch das Blaukehlchen ist ein „Schilfvogel“, der Röhrichtflächen, Nassbrachen, feuchte Hochstaudenfluren oder Gräben besiedelt, aber in Ostwestfalen nur sehr sporadisch vorkommt. Zwei der wenigen Bruten in OWL fanden 2000 und 2001 in den Rietberger Fischteichen statt. Solche kurzfristigen Ansiedlungen sind typisch für diese Art, die großen Bestandsschwankungen unterliegt. Bis weit in die 1970er Jahre hinein gingen die mitteleuropäischen Bestände drastisch zurück, erholen sich aber seit einiger Zeit wieder. Insbesondere in den großen niederländischen Feuchtgebieten wird die Population wieder auf über 10.000 Paare geschätzt. Also Augen auf, vielleicht war es nicht der letzte Besuch dieses anmutigen Vogels in den Rieselfeldern!

 

 

 

 

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