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Tagebuch

Oktober 2008: Kleinvögel - interessante Gäste

 

Elegante Erscheinung: Höckerschwan. Foto: B. Walter

Wasservögel, z.B. Enten oder Taucher, sind die am einfachsten zu beobachtenden Vögel in den Rieselfeldern: Sie sind relativ groß und meist offen auf der Wasserfläche exponiert (wenn sie nicht gerade tauchen). Wer kennt nicht die großen majestätischen Höckerschwäne, von denen zurzeit auf den zentralen Teichen der Rieselfelder ein Paar friedlich umher schwimmt - vielleicht möchten sie ja im nächsten Jahr hier brüten?

 

 

Selbst der kleinste Vertreter dieser Gilde, der Zwergtaucher, ist leicht anzusprechen, wenn er wie ein Korken auf dem Wasser liegt und plötzlich wegtaucht. So konnten am Großen Schönungsteich an der Niederheide im Oktober neben den Reiher- und Stockenten noch sehr schön Zwergtaucher beobachtet werden. Zumal dort wieder bessere Sichtmöglichkeiten bestehen, seitdem eine große Weide von den Zivildienstleistenden der Biostation zerkleinert worden ist, die einem Sturm zum Opfer gefallen war.

 

Gut getarnt und weit gereist: Bergpieper. Foto: G. Bockwinkel

Höhere Ansprüche an den Beobachter stellen dagegen die kleinen Singvögel, deren Namen zwar nicht mit „Zwerg-...“ beginnt, die aber dennoch weitaus kleiner sind als der Zwergtaucher. Zumal sie jetzt im Herbst nicht mehr singen, sondern allenfalls kurze Rufe äußern, und man weitgehend auf – oftmals unauffällige - Gefiedermerkmale zur Bestimmung angewiesen ist.

 

Ein „Leckerbissen“ für Vogelgucker ist da der Bergpieper, von dem am 15. Oktober erstmals in diesem Herbst gleich 11 Tiere an den Blänken bei der Station einfielen. Wenn der Winter wieder so mild wird wie in den letzten Jahren, bleiben sie (ob es immer die selben sind?) bis April im Gebiet. Sie sind etwas größer und dunkler als die Wiesenpieper, die in großer Zahl bei uns durchziehen, und außerdem durch einen hellen schmalen Überaugenstreif gekennzeichnet. Es lohnt sich, die kurzrasige Vegetation um die Blänken herum nach ihnen abzusuchen, wo sie bestens getarnt auf den feuchten Flächen Futter suchen.

 

Akrobat im Klettergarten der Schilfhalme: Männchen der Bartmeise. Foto: A. Schäfferling

Eine besondere Überraschung gab es am 22. Oktober bei der Kontrolle der beiden Schafböcke (die Schafe beanspruchen wieder mehr Aufmerksamkeit wegen der trotz Impfung drohenden Blauzungenkrankheit): Ein Trupp von 7 Bartmeisen wurde aufgeschreckt und verschwand im Schilf am südlichen Aussichtsturm. Diese sehr seltenen Schilfbewohner wurden das allererste Mal im Frühjahr 1998 entdeckt - damals handelte es sich um den Erstnachweis für die Rieselfelder Windel. Seitdem ist die Art zur Zugzeit nur sehr sporadisch aufgetreten. Das Männchen ist sehr hübsch gefärbt: Es hat einen blaugrauen Kopf mit schwarzem "Bart" und weißer Kehle; der gelbbraune Schwanz ist auffallend lang - ähnlich wie bei den zierlicheren Schwanzmeisen. Dem Weibchen fehlt der "Bart" und es ist wesentlich schlichter gefärbt. Leider ist der Trupp nicht länger geblieben, sondern hat anderntags seine Zugreise fortgesetzt.

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