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9. Januar 2009: Wintereinbruch

 

Seltenes Bild: Schnee in den Rieselfeldern. Foto: B. Walter

In den ersten Januartagen hat der Winter Einzug auch in die Rieselfelder gehalten - erstmals wieder seit vielen Jahren in dieser Heftigkeit und Dauer. „Väterchen Frost“ brachte Schnee, Eis und zugefrorene Teiche. Und damit wunderschöne Winterimpressionen für Spaziergänger, aber auch einen harten Überlebenskampf für viele Tiere.

 

Haben keine Winterprobleme: die weißen Heidschnucken. Foto: B. Walter

Die Heidschnucken sind an das ständige Leben draußen gut angepasst und trotzen den Minusgraden – der Unterstand und zusätzliches Heu erleichtern ihnen die ungewohnte Situation.

 

Die Wasservögel – z.B. Enten, Taucher oder Blässhühner – haben das Weite gesucht: Frieren Teiche und Seen zu, weichen sie auf andere noch offene Wasserflächen aus, z.B. an Flüssen oder Bächen. Die Wasserralle harrt dagegen aus, solange noch kleinste Wasserstellen z.B. an Zuflüssen eisfrei bleiben; ansonsten tritt sie die „Winterflucht“ in westliche oder südwestliche Richtungen an.

 

Sonst auffällig leuchtend, jetzt gut getarnt: Silberreiher zwischen Graureihern am zugefrorenen Schönungsteich. Foto: B. Walter

Weniger gut kommen einige Vogelarten zurecht, die auch im Winter ihre Heimat nicht großräumig verlassen. Dazu gehören die Eisvögel und Graureiher. Erste Totfunde verhungerter Exemplare dieser Arten – auch in den Rieselfeldern – zeigen, dass der anhaltende Frost hier große Not ausgelöst hat.

 

In sehr harten Wintern mit lang anhaltenden Frostperioden kann die Population des Eisvogels fast ausgelöscht werden – so geschehen im „Jahrhundertwinter“ 1962/63. Mit bis zu 3 Jahresbruten (selten sogar noch mehr) sind Eisvögel aber andererseits auch darauf eingestellt, solche harten Verluste innerhalb weniger Jahre wieder auszugleichen. Auch die Graureiher können Verluste starker Kältewinter innerhalb kurzer Zeit wieder aufholen. Das Frühjahr wird zeigen, ob der Eisvogel als „Vogel des Jahres 2009“ nach den aktuellen Wetterverlusten wieder Tritt fassen kann.

 

Winterimpression vom Rundweg. Foto: B. Walter

Solange die Schneedecke nicht geschlossen ist, hat auch die Schleiereule noch gute Überlebenschancen. Größere Schneehöhen schneiden sie allerdings von ihrer Hauptnahrung (Feld- und andere Mäuse) ab: Ihre geringen Fettreserven sind dann nach spätestens einer Woche aufgezehrt, und in der zweiten Hungerwoche sterben bereits die weniger widerstandsfähigen Individuen.

 

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