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Aktuelles Tagebuch

11.2.2011: Rieselfelder bald unter Naturschutz

 

Ein Wunsch der Stiftung Rieselfelder Windel scheint bald in Erfüllung zu gehen: Auf Antrag der „Ampelkoalition“ (SPD/Grüne/FDP) im Bielefelder Stadtrat soll der Umwelt- und Klimaausschuss am kommenden Dienstag die Unterschutzstellung der Rieselfelder beschließen!

 

Sprecher der Ampelkoalition informierten im Beisein von Mitgliedern des Stiftungsrates und der Biostation über ihre Initiative zur Unterschutzstellung der Rieselfelder. Von links: Marcus Lufen (SPD), Dr. Jörg van Norden (Grüne), Hans Friedrich Thoben (Stiftung), Karin Schrader (stv. Bezirksbürgermeisterin, SPD), Friedhelm Bolte (FDP), Jürgen Schleef (Biostation), Dr. Jürgen Albrecht (Stiftung). Foto: G. Noack-Füller

Nachdem der Bau der Autobahn 33 bereits weit fortgeschritten ist hält die Koalition den Zeitpunkt für gekommen, den Beschluss der Bezirksvertretung aus dem Jahr 2008 endlich aufzugreifen und das Verfahren zur notwendigen Änderung des Landschaftsplanes einzuleiten. Gemeinsam mit der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin Karin Schrader (SPD) stellten die Sprecher der Ampelfraktionen in Stadtrat Dr. Jörg van Norden (Grüne), Marcus Lufen (SPD) und Friedhelm Bolte (FDP) ihren Antrag heute in den Räumen des Infozentrums der Presse vor.

 

Neben dem Dank an die Stiftung und die Biostation für die geleistete Arbeit in den Rieselfeldern stellten die Sprecher nicht nur den hohen ökologischen Wert der Flächen heraus, sondern auch das Entwicklungs- und Erweiterungspotenzial durch die Ausgleichsflächen für die A 33 östlich der Buschkampstraße und die Flächen um Kampeters Kolk südlich der A 33, die gemeinsam einen respektablen Flächenzuschnitt ergeben. „Der Storch kann kommen“, ist ihre Schlussfolgerung aus den positiven Zukunftsperspektiven.

 

Damit erfüllt sich bald ein seit langem gehegter Wunsch der Stiftung Rieselfelder Windel (siehe Info-Brief 2009). Die Stiftung hat dabei nicht nur den Schutz der großen biologischen Vielfalt der Rieselfelder mit ihrer Vielzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten im Blick, sondern auch die Lebensqualität der Menschen im Bielefelder Süden: Ein für lange Zeit gesichertes grünes Naherholungsgebiet ist – trotz oder gerade wegen der kommenden Beeinträchtigungen durch die A 33 – ein Gewinn für die umliegenden Anwohner. Denn angesichts der langen Industriegeschichte des Standortes wäre für die ehemaligen Rieselfelder als alternative Entwicklungsoption allenfalls ein Industriegebiet in Betracht gekommen.

 

Seinen Dank für diese Initiative der Politik verband der Vorsitzende des Stiftungsrates Dr. Jürgen Albrecht mit der Hoffnung, dass auf dieser Grundlage auch die Stadt Bielefeld mit in die Finanzierung der laufenden Pflege- und Unterhaltungskosten einsteigen möge. Diese werden bislang zu 80% vom Land NRW und zu 20% von der Stiftung Rieselfelder Windel aus Spendengeldern aufgebracht. Die Stiftung werde das Verfahren zur Unterschutzstellung in jedem Falle aktiv unterstützen.

 

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