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Aktuelles Tagebuch

4. April 2009: Frühlingseinzug

 

Willkommen zum Lammtag am
26. April! Foto: G. Bockwinkel


Endlich ist der Frühling auch in den Rieselfeldern angekommen: Es gibt wieder viel zu sehen und zu hören. Und nach längerer (Winter-)Pause wird nun auch das Rieselfeld-Tagebuch wieder weitergeführt:

 

Schon über 40 quicklebendige Heidschnucken-Lämmchen tummeln sich mit ihren Müttern im Grünland und bereiten sich auf den Lammtag vor (Termin auf jeden Fall reservieren: Sonntag, 26. April!). Viele Zwillinge und sogar Drillinge sind dabei, mit der Folge, dass einige von ihren Müttern nicht angenommen wurden und als „Milchlämmer“ mit der Hand aufgezogen werden müssen. Für hautnahe Kontakte am Lammtag dürfte gesorgt sein – lassen Sie sich überraschen!

 

Auch die meisten Erdkröten und Grasfrösche sind inzwischen in ihren Laichgewässern angekommen. Sie mussten dieses Jahr lange warten, bis die Nächte warm genug waren, um von ihrem Winterquartier zum nassen Hochzeitsmarkt in die Teiche wandern zu können. Die MitarbeiterInnen der Biostation haben ihnen wieder Geleitschutz durch Krötenzäune gewährt, damit sie ihre Ziele auch sicher erreichen konnten.

 

Im Doppelpack unterwegs zum Laichteich: Erdkrötenpaar. Foto: Biostation

 

Das Hausboot ist bezogen: Haubentaucher auf seinem Schwimmnest. Foto: G. Bockwinkel

Und auch die ersten Vogelkinderstuben wurden schon eingerichtet. Auf dem Nest sitzen bereits Haubentaucher (am Schilfrand im vorderen Bereich des großen Teiches an der Niederheide), Kiebitze (u.a. in der nördlichen Erweiterungsfläche) und Graugans (am großen Teich südlich des Stationsturms). Auch die Blessrallen bauen die ersten Nester, und die Wasserralle quiekt wieder sehr regelmäßig im Schilf. Die Zwergtaucher balzen und werben mit wohlklingenden Trillern – gut zu hören an den Teichen entlang der Niederheide. Vielleicht haben sie auch schon ein gut verstecktes Nest in Ufernähe angelegt.

 

 

Frisch herausgeputzt: Das schmucke Männchen der Rohrammer. Foto: A. Schäfferling

Auch die Rohrammern stecken in den Schilffeldern emsig ihre Reviere ab – sie werden aber frühestens ab Anfang April brüten. Und schließlich haben sich auch Flussregenpfeifer an der Blänke neben der Reiherbachfurt wieder eingefunden. Sehr auffällig benehmen sich auch die Kanada- und Nilgänse – mal sehen, wer von ihnen dieses Jahr zur Brut schreitet.

 

Aus ihren Winterquartieren sind inzwischen eingetroffen: Mistel- und Singdrossel, Rauchschwalbe, Zilpzalp, Hausrotschwanz und an diesem Wochenende der erste Fitis und die erste Mönchsgrasmücke.

 

Andere Wintergäste sind noch da, aber auch hier kann die Besetzung jetzt täglich wechseln: Tafel-, Knäck-, Krick-, Schnatter- und Löffelenten, Bergpieper, Silberreiher, und am 24. März wurde sogar noch die Große Rohrdommel gesehen. Verschiedene Beobachtungen während der letzten Monate deuten darauf hin, dass sie wohl den ganzen Winter über in den Rieselfeldern geblieben ist!

 

Erstmals als Dauer-Wintergast in den Rieselfeldern: Die Große Rohrdommel. Foto: B. Walter

 

Die Durchzügler werden jetzt täglich interessanter. In den letzten Tagen wurden gemeldet: Weißstorch, Fischadler, Rohrweihe, Rotmilan, Sperber, Merlin, Lach- und Silbermöwen, Waldwasserläufer, Flussuferläufer, Kampfläufer, Wiesenpieper, Schwarzkehlchen ...

 

Kein Laub in den Pappeln, sondern Stare beim Einschlaf-Ritual. Foto: J. Albrecht

Die großen Starenschwärme, die im März zur Zeit des Sonnenuntergangs bei ihren Flugspielen kurz vor dem Einfallen in ihre Schlafplätze im Schilf bestaunt werden konnten, sind dahingeschmolzen. Von den mehrere Tausend Vögeln sind nur noch ein paar Hundert übrig, und auch die werden täglich weniger. Sie sind jetzt weiter zu ihren Brutplätzen gezogen, wo schon reges Treiben herrscht. Damit ist das „Schlaraffenland Rieselfelder“ auch Sperber und Habicht erstmal wieder weniger paradiesisch geworden – zeitweise hatten mehrere von ihnen Jagd auf die Stare gemacht. Aber nur Geduld! Im Sommer nach der Brutzeit gibt es die Wiederauflage dieses Spektakels, nur noch viel größer!

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